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Die Geschichte von G.S. aus H.
Moin, moin...,
Nach kompliziertem Kauf eines Drei-Parteienhauses (zwei Whg. von uns Vieren selbst genutzt)
wurde die 110qm-EG-Whg. hochwertig für ca. Euro 25.000,-- und mit viel Eigenleistung von Grund
auf saniert. Fertigstellung ca. 09/08.
Ca. 20 Besichtigungen (vermakelt / selbst inseriert) zum Zeitpunkt des Zusammenbruchs des
Immobilienmarktes brachten nur einen wirklichen Interessenten. Dieser unterschrieb Mitte
Oktober zum 01. November den Mietvertrag. Eine Bonitätsprüfung fand statt, eine Überprüfung
des Arbeitsverhältnisses ebenfalls (Angestellter der Stadt H. / Jugendamt seit 1986). Die
abgegebene Eidesstattliche Versicherung vom Feb. 2007 wurde nicht in Erfahrung gebracht und
seinerseits nicht erwähnt. Schulden wurden auf mehrfache Nachfrage definitiv verneint. Die
Mietkaution (zwei MM) sollten unmittelbar bei Einzug geleistet werden. Vertraglich
abgesichert.
Einzug zum 03. Dezember. Keine Mietzahlungen. Keine Kaution. Offensichtlich nach Einrichtung
sofort stornierter Dauerauftrag als Beleg. Kündigung nach zwei Mahnschreiben zum 31.12.08.
Am 25.12. Wunsch des persönlichen Gesprächs: Es steht eine Erbschaft in Höhe von ca. Euro
60.000,- in Aussicht, welche sich auf Grund fehlender Geb.-Urkunde eines der sechs Erben
(in Polen beantragt) verzögert. Schulden wurden in diesem Gespräch dann zugegeben und mit dem
komplizierten früheren Kauf einer Eigentumswohnung und dem anschließenden finanziellen
Kollaps erklärt. Die Erbschaft wurde schriftlich nachgewiesen. Eine Überprüfung beim
zuständigen AG war positiv, daraufhin Räumungsaufschub bis 31.01.09. Keine Mietzahlungen,
keine Kaution.
Mitte Februar 09 Zahlung von zwei Monaten Nebenkosten. Erneutes Gespräch. Verzögerung in der
Erbschaftsabwicklung; deswegen stillschweigende Duldung - ohne Mietzahlungen. Kleinere
Sperrmüllsammlung auf der an sich traumhaften Gartenterrasse. Gartenpflege (wie im Vertrag):
null. Zunehmender ungepflegter Gesamteindruck des Mieters / Betrügers.
Stinkende Wohnung. Im März anwaltliche Kündigung ohne Reaktion. Im April Eingang der notwendigen
Geburtsurkunde und Übergabe einer Kopie an uns. Erbschaftsverfahren läuft. Keine
Mietzahlungen, keine Kaution, kein Lösungsansatz. Pfändung auf die anstehende Erbschaft.
Im Juli fristlose Räumungsaufforderung durch unsere Anwältin zum 13.07.09. Mieter berichtet
von einer neuen Wohnung zum 01.09! Anwaltliche Frist zur Vorlage des neuen Mietvertrages
bis 24.07.09: Ausgesessen. Nachprüfungen ergaben eine offensichtliche Lüge; nunmehr
sofortige Einreichung der Räumungsklage beim AG. Auch die Androhung brachte keine
Reaktion des Mieters. Mittlerweile liegt in Kopie ein Erbschein vor. Die Stadtsparkasse
in D. jedoch sieht sich offensichtlich nicht in der Lage, diese Erbschaft abzuwickeln.
Titel beläuft sich mittlerweile (Stand Juli 09) auf Euro 11.100,-. Ab Juli 09 nun auch
Pfändung des städtischen Gehalts (von immerhin ca. Euro 1.800,-- bis Euro 1.900,--
netto). Aktuell und abschließend Strafantrag wegen Eingehungsbetruges u.a., denn
allein die Unterzeichnung des MV bei gültiger, abgegebener EV ist ein
Straftatbestand...
Ein Traum!
Grüße,
A. & G. S.
Name und Anschrift der/des Betroffenen sind der Redaktion bekannt.
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